24°-Rohrverschraubungen mit weichdichtendem Schneidring

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Weichdichtende Schneidringe bieten eine zusätzliche Absicherung gegen mögliche Leckagerisiken, wie sie z.B. bedingt durch das "Setzen" rein metallisch abgedichteter Verbindungen, bei Temperaturschwankungen oder bei erheblichen Druckimpuls- und Schwingungsbelastungen im System entstehen können. "Schwitzeffekte" an den Verbindungsstellen können so dauerhaft vermieden werden.

Charakteristisch für die Weichdichtenden Schneidringe des Typs FI-WDDS aus der Produktreihe STAUFF Connect ist Elastomerdichtung, die verliersicher im hinteren Bereich des 24°-Kegels in einer dafür ausgelegten Nut positioniert ist. Ein zwischen Schneidring und Rohr angeordneter O-Ring sichert den  zweiten möglichen Leckagepfad ab – selbst bei ungünstiger Toleranzlage.

Als Dichtungswerkstoff wird im Lieferstandard FKM/FPM (Viton®) verwendet. Dies ermöglicht den problemlosen Einsatz des Systems für Anwendungen mit hohen Temperaturen oder aggressiven Medien.

Die Schneidringe selbst sind – ebenso wie sämtliche weiteren Bauteile der Produktreihe STAUFF Connect – standardmäßig mit einer hochwertigen Zink/Nickel-Oberfläche ausgeführt. Diese bietet mit mehr als 1.200 Stunden Beständigkeit gegen Rotrost / Grundmetallkorrosion in der Salzsprühnebel-Kammer entsprechend DIN EN ISO 9227 einen zuverlässigen Korrosionsschutz, weit über die bisher marktüblichen Standards hinaus. Selbst nach Transport, Verarbeitung und Montage der Bauteile werden die im VDMA-Einheitsblatt 24576 für Rohrverbindungen definierten Anforderungen für die höchste Korrosionsschutzklasse K5 deutlich übertroffen.

Alternative Werkstoffe und Oberflächen sind auf Anfrage erhältlich.

Beide Elastomerdichtungen liegen im Sekundärbereich der Verbindung. Statische und dynamische Belastungen im System werden primär von der bewährten metallischen Dichtung abgefangen. Im montierten Zustand werden die weichdichtenden Elemente möglichst spalt- und totraumfrei gekammert, was ein mögliches Extrudieren verhindert und zur ausgezeichneten Langzeitstabilität des Systems beiträgt.

Weichdichtende Schneidringe des Typs FI-WDDS überzeugen durch ihre einfache Endmontage im Verschraubungskörper: Die Überwurfmutter wird bis zum Montageende, bei dem der Schneidring an der Stirnfläche des Verschraubungskörpers zur Anlage kommt, angezogen. Das Montageende wird durch den deutlich spürbaren Kraftanstieg signalisiert.

Bauartbedingt kann die Gefahr der Unter- und Übermontage der Schneidringe mit dem Risiko der Beschädigung oder Einschnürung dünnwandiger Rohre deutlich reduziert werden.

Die in der Norm geforderte visuelle Überprüfung des Montageergebnisses ist durch den deutlich sichtbaren Materialaufwurf vor der Stirnfläche des Schneidrings selbstverständlich problemlos in gewohnter Art und Weise durchführbar.

Weichdichtende Schneidringe des Typs FI-WDDS sind für alle gängigen metrischen Rohrleitungen mit Außendurchmessern zwischen 6 mm und 42 mm / zwischen .24 und 1.65 inch verfügbar. Sie übertreffen die Druckvorgaben der ISO teilweise deutlich und eignen sich für Nenndrücke bis 500 bar / 7250 PSI in der Leichten Baureihe bzw. bis 800 bar / 11600 PSI in der Schweren Baureihe (in Abhängigkeit von der Baureihe, Ausführung und Baugröße der Verschraubung sowie unter Berücksichtigung diverser Faktoren zur Druckreduzierung).

Anwender profitieren von einer hohen Variabilität und Flexibilität sowie zahlreichen Kombinations- und Adaptionsmöglichkeiten, die sich durch die Nutzung sämtlicher Standard-Bauteile der Produktreihe STAUFF Connect (entsprechen den international gültigen Standards ISO 8434-1 und DIN 2353) ergeben. Die Notwendigkeit der doppelten Lagerhaltung ähnlicher Komponenten mit entsprechend hoher Verwechslungsgefahr, wie bei vergleichbaren Systemen oftmals der Fall, entfällt. Material- und Logistikkosten werden so effektiv gesenkt.

Auch Verbindungen mit herkömmlichen, rein metallisch dichtenden Zwei-Kanten-Schneidringen können problemlos ausgetauscht werden.